Runder Tisch "Schifffahrt-Sicherheit"

beim Forum für die trilaterale Wattenmeer Region

Einleitung

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Derzeit richtet das WSF einen Runden Tisch zur Schifffahrtssicherheit (mit Unterstützung des Wadden Sea Board (WSB) als politisches Gremium der trilateralen Wattenmeer Kooperation) ein. Es ist beabsichtigt, Ratschläge zu erarbeiten, wie die Schifffahrtssicherheit in der südlichen Nordsee verbessert werden kann, insbesondere unter Berücksichtigung der Verwundbarkeit des Ökosystems Wattenmeer, das zum Weltnaturerbe gehört.

Um das Thema „Schifffahrt und Häfen“ in der Wattenmeer Region wiederzubeleben, plant das WSF in enger Zusammenarbeit mit dem Wattenmeerteam (konsolidierte grüne NGO's aus der Wattenmeer Region), einen Ansatz für eine zukünftige Strategie zu erarbeiten. Viele Projekte und Aktivitäten wurden bereits und werden entlang der Wattenmeer Küste durchgeführt. Viele Sachen existieren bereits, einige müssen neu belebt werden, während andere hingegen neu erfunden werden müssen. Um nur einige zu nennen: Risikomanagement im Schiffsverkehr [Dichte des Schiffsverkehrs (siehe z. B. dlr.de/ Sar-Ozeanog_Bild1.jpg) und deren Möglichkeiten/Potentiale für Zwischenfälle oder Unfälle (siehe z. B. bsu-bund.de/ Jahresberichte)], Überwachung des Lärms in der Nordsee (northsearegion.eu/ jomopans) , Grüne Schifffahrt (siehe z.B. greenshipping-niedersachsen.de) oder Grüne Häfen (siehe z.B. greenport.com). Diese sehr kurze Liste macht deutlich, dass einige Punkte sehr lebhafte und/oder sehr starke Wechselbeziehungen zum Thema "Schifffahrt und Häfen" haben. Das WSF beschloss daher, als Kernthema an einem "Green Coastal Deal" für die Wattenmeer Region zu arbeiten, mit "Schifffahrt und Häfen" als ein sehr wichtiges Thema.

Warum beschäftigen wir uns mit diesem Thema?

Die Schifffahrt und die Hafenentwicklungen sind ein wichtiges Gewerbe entlang der Wattenmeerküste und tragen zum sozioökonomischen Wohl der Wattenmeer Region bei. Für eine gesunde Zukunft sollten diese Sektoren notwendige nachhaltige Verbesserungen erfahren, um auch eine breitere Akzeptanz als wachsender Wirtschaftszweig zu erreichen.

Trotz der erheblichen Fortschritte bei der Verbesserung der Schifffahrtssicherheit und der Umweltschutzmaßnahmen zur Minimierung der Meeresverschmutzung wird die Schifffahrt weiterhin eine potenzielle Risikoquelle für das Wattenmeer und die angrenzenden Küsten angesehen. Jüngste Zwischenfälle wie Unfälle, Beinahe-Kollisionen und der Verlust von Fracht sowie Offshore-Entwicklungen, der zunehmende Schiffsverkehr, aber auch die Verantwortung für das Weltnaturerbe Wattenmeer erfordern neue Aufmerksamkeit und Aufmerksamkeit seitens der Schifffahrt.

Die nationalen und regionalen Regierungen sowie das WSF mit seinen Interessengruppen (Stakeholdern) wurden auf die zunehmenden Bedenken der Gesellschaft in der Wattenmeer Region hinsichtlich der negativen Auswirkungen des Schifffahrtsgeschäfts aufmerksam gemacht. Auch die Mitglieder des Wattenmeer-Beirats in Niedersachsen und der Wattenmeer-Räte in Schleswig-Holstein erlebten in ihren Sektoren und Gemeinden zunehmende Besorgnis und fordern Initiativen zur Verbesserung des Schifffahrtsgeschäfts.

Runder Tisch "Schifffahrtssicherheit" im WSF

Das Wattenmeer Forum wird mit Unterstützung des Wadden Sea Board (WSB) als politischem Gremium der trilateralen Wattenmeer-Kooperation einen Runden Tisch zur Schifffahrtssicherheit einrichten. Es ist beabsichtigt Ratschläge zu erarbeiten, wie die Schifffahrtssicherheit in der südlichen Nordsee verbessert werden kann, auch unter Berücksichtigung der Verwundbarkeit des Ökosystems Wattenmeer, das zum Weltnaturerbe gehört. Grundlage dieses Runden Tisches "Schifffahrtssicherheit" ist der Bericht über die trilaterale Stakeholder-Analyse.

Bericht der trilateralen Stakeholder Analyse

WSF Report  2020 RoundTable Shipping SafetyDie Nationalparkverwaltung des niedersächsischen Wattenmeers beauftragte das WSF mit der Erstellung eines Stakeholder-Analyseberichtes. Dieser Bericht sollte zum einen einen nahezu vollständigen Überblick über bestehende Interessengruppen und Netzwerke geben, zum anderen diejenigen identifizieren, die mit dem Thema "Schifffahrt und Häfen" verbunden sind. Der Bericht bietet ebenfalls Einblicke in die Einsätze, Motivationen und Erwartungen der identifizierten Stakeholder-Gruppen, um deren Möglichkeiten bei der Mitarbeit besser umzusetzen.

Der Bericht gliedert sich in zwei Hauptteile: i) Zusammenstellung der Stakeholder und ii) Beschreibung der Erwartungen der Stakeholder. Der erste Teil bietet einen Überblick über identifizierte Stakeholder in der Wattenmeer Region in Bezug auf "Schifffahrt und Häfen". Darin beschreibt der erste Abschnitt kurz die verschiedenen Arten von Stakeholdern und ihre allgemeinen Interessen. Anschließend wird eine lange Liste von Stakeholdern bereitgestellt. Der zweite Teil beschreibt dann einen Einblick in die Erwartungen, die die Stakeholder entweder in bilateralen Interviews oder durch Ausfüllen einer Online-Umfrage geäußert haben. Basierend auf den Ergebnissen wurden Empfehlungen gegeben, die im letzten Abschnitt des zweiten Teils zusammengestellt werden.

Zusammenfassend zeigt der Bericht, dass hier mehr Bereiche bedacht und angegangen werden müssen als nur Schifffahrtssicherheit, wobei sich aber das WSB-Mandat für das WSF auf die "Schifffahrtssicherheit" konzentriert. Die Vielfalt der Interessengruppen (Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen) zeigt eine Vielzahl von Erwartungen, Interessen und Positionen gemäß dem breiteren Thema "Schifffahrt und Häfen". In dem Bericht werden diese verschiedenen Aspekte kurz erläutert. Es zeigt deutlich, dass die Konzentration auf "Schifffahrtssicherheit" am zweitbesten abschneidet. Weitere Aspekte müssen berücksichtigt und im TWSC-Bereich behandelt werden. Verschiedene Ansätze sind bereits "en route" (z. B. ein integrierter Managementplan (SIMP), oder der Vorschlag/Anregung des Wattenmeer Teams (WST)), jedoch fehlt es an einer kohärente Strategie. Daher schlägt das WSF vor, dass sich die Nationalparkverwaltung des niedersächsischen Wattenmeeres für die Einrichtung eines Netzwerks "Schifffahrt und Häfen" einsetzt, das auf bestehenden Strukturen und Herangehensweisen basiert.

Darüber hinaus plant das WSF, in enger Zusammenarbeit mit dem WST, an der Entwicklung eines gemeinsamen strategischen Ansatzes zu arbeiten.

Sehr geehrte/r Leser/in, Sie sind eingeladen, sich an diesem Prozess zu beteiligen. Bitte kontaktieren Sie uns.

Die Sprache im trilateralen Wattenmeer Forum ist Englisch. Daher sind alle Dokumente und Sitzungsprotokolle in englischer Sprache, wenn nicht anders ausgewiesen.
final report of the project

Round Table "Shipping Safety" - Trilateral Stakeholder Analysis

WSF 2020, Final draft report

The Forum for the trilateral Wadden Sea Region was assigned to execute a comprehensive stakeholder investigation for the Lower Saxon Wadden Sea National Park Authority.

Despite the considerable progress made in the improvement of shipping safety and the environmental protection measures to minimise maritime pollution, shipping will continue to be a potential source of risk for the Wadden Sea and the adjacent coastline. Recent incidents like accidents, near collisions and the loss of cargo as well as offshore developments, increasing vessel traffic but also the responsibility for the Wadden Sea World Heritage site require new attention and awareness from the shipping sector.

National and regional governments as well as the Wadden Sea Forum with its stakeholders were made aware of increasing concerns of the society of the Wadden Sea Region about negative impacts by the shipping business. Also the members of the Wadden Sea Advisory Board in Lower Saxony experienced in their sectors and municipalities an increasing concern and requested to take initiatives on improvements within the shipping business. ...

Download the final draft report.